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Pferde heilen leicht gemacht


Das Buch des Monats März 2026

Ein Schöner und Nutzlicher Abriß eines Roß, mit Hundert Ader[n] gezeichnet … / Durch Lorentzen Dauern … Nürnberg: Paulus Fürst [1650].

Ulm, Stadtbibliothek, Einblattdruck 394

Im März zeigt die Stadtbibliothek Ulm ein sogenanntes „Lassrösslein“ oder Aderlasspferd auf einem Einblattdruck aus dem erfolgreichen Nürnberger Verlag des Kunsthändlers Paulus Fürst (1608-1666): Das nach links gewandte, schreitende Pferd mit gebogenem Hals und prächtigem Schweif ist in einen doppelten Kreis eingeschrieben. Vom Körper des Tieres führen strahlenförmig einhundert Linien zu den durchnummerierten Textfeldern im Kreis, die Krankheiten anzeigen wie zum Beispiel „Geschwolne Knie“, „Würm an der Nase“ oder „Für Rehigkeit“. Als Verfasser wird ein ansonsten unbekannter Lorenz Dauer genannt, der aber als ehemaliger Hof- und Reitschmied der Reichsgrafen von Ortenburg zu den Pferdefachleuten seiner Zeit gehörte.1 Dieser handliche, einseitig gedruckte Kupferstich bot sich als praktisches Hilfsmittel bei der medizinischen Versorgung erkrankter Pferde an, konkret bei der therapeutischen Blutabnahme, dem Aderlass.

Der Einblattdruck von ca. 1650 zeigt ein Aderlasspferd

Ein schöner und nützlicher Abriß eines Roß mit hundert Adern gezeichnet, darin ein Schmidt wie auch andere die an großen Herrnhöffen und Marställen sein, und die Artzney haben, wird gewissen und gezeigt wie und an welchem Ort ein jedwedere Ader an eim Glidt zu finden anzutreffen zu lasen und zu schlagen seye zu vielerley Kranckheiten Mangel undt Gebrechen sehr nützlich und dinstlich, wird in diesem Zirckel beschriben … auff das Neue in den Truck verfertigt und durch Lorentzen Dauern gewessener hochgräfflich Ortenburgischer Hoff- und Reitschmidt von der Lindten, aus dem Fürstenthumb Coburg

Abb. 01 Aderlasspferd von Lorenz Dauer. Ulm, Stadtbibliothek, Einblattdruck 934

Mensch wie Pferd – Analoge Körpervorstellungen

Die Pferdeheilkunde ging bis ins 19. Jahrhundert hinein von denselben Grundprinzipien aus, die auch für den menschlichen Körper galten, nämlich die der Humoralpathologie oder Säftelehre. Die Eigenschaften der vier Körperflüssigkeiten (humores) sowie ihre Zusammensetzung im Körper bestimmten dessen individuelle Eigenschaften, die zudem durch äußere Einflüsse veränderlich waren. Um gesund zu bleiben, musste der Körper im Gleichgewicht gehalten werden. Der Aderlass war eine grundlegende ausgleichende oder reinigende Maßnahme, die den meisten Therapien vorausging.2

Pferde … hatten demnach einen den Menschen ähnlichen Körper, der durch vier Elemente (Erde, Wasser, Luft und Feuer) und vier ‚Kardinalsäfte‘ oder „humores“ (Blut, gelbe und schwarze Galle sowie Schleim) bestimmt wurde. Pferde hatten überdies, den Menschen auch hier vergleichbar, „Temperamente“ und waren entsprechend einer individuellen „Säftemischung“ von „sanguinischem“, „cholerischem“, „melancholischem“ oder „phlegmatischem“ Geblüt.

Vanja, Pferd im Kurbad, 65

Dementsprechend funktionierten schematische Darstellungen medizinischer Zusammenhänge, wie sie in Europa in Handschriften und Drucken seit Jahrhunderten im Umlauf waren, analog für Menschen wie Tiere. Neben die gängige Darstellung des Aderlassmanns trat das Aderlasspferd (Abb. 02). Der „Zodiakmann“, der den Einfluss der Sternzeichen auf den menschlichen Organismus verdeutlichen sollte, der „Wundenmann“ für die Behandlung äußerer Verletzungen oder die „Krankheitsfrau“, die schwanger dargestellt auch gynäkologische Krankheitsbilder mit abdeckte, visualisierten einzeln oder in Kombination medizinisches Wissen (vgl. Hartnell, Wound Man; Eckhart, Medial translations).

Illustration eines Aderlassmannes
Abb. 02a Aderlassmann aus Kalender, Augsburg: Johann Blaubirer, 1483. Augsburg, Staats- und Stadtbibliothek, 4 Ink 162, h8r. Digitalisat urn:nbn:de:bvb:37-dtl-0000001149 Lizenz Public Domain
Abb. 02b Aderlasspferd aus Zwey außerlesen und bewerth befundener Roß-Artzneyen 1652, Berlin, Staatsbibliothek, Digitalisat https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?PPN=PPN623893819&PHYSID=PHYS_0026
Public Domain

Entsprechende Bildtypen für Pferde (und Ochsen), die Marlies Storck zusammengetragen hat, sind neben dem „Lassrösslein“ das „Krankheitsnamenpferd“ mit äußeren Verletzungen und das „Fehlerpferd“, das typische angeborene oder durch falsche Belastung entstandene körperliche Defizite beim Pferd darstellte.3

Der Aderlass als therapeutische Maßnahme sollte also das Gleichgewicht der Körpersäfte (wieder)herstellen. Erfolg konnte die Therapie aber nur haben, wenn für jedes Krankheitsbild die richtige Vene zur richtigen Zeit geöffnet wurde. Der Einblattdruck stellte den Zusammenhang zwischen den Venen am Pferdekörper und der Behandlung konkreter Krankheiten her. Der Blutkreislauf spielte hier keine Rolle – das zur Ader lassen basierte auf der Überzeugung, dass Krankheiten an ihrem „Sitz“ im Körper behandelt werden sollten.

Aderlasspferde als Illustrationen medizinischer Bücher benennen meist die einzelnen Venen oder nummerieren sie durch, um dann im Fließtext den Sitz der Vene zu beschreiben und die dazugehörigen Krankheitsbilder und ihre Behandlung zu schildern, gerne auch mit passenden Rezepten für Heilmittel. Die Darstellung von Lorenz Dauers Aderlasspferd ist dagegen mit seinem sehr klaren, konzisen Text-Bild-Arrangement perfekt auf das Medium Einblattdruck abgestimmt und bietet alle Informationen auf einen Blick. Der doppelrahmige Kreis ist gleichmäßig auf einhundert Zahlen- und Textfelder aufgeteilt, die den äußerst knapp formulierten Krankheitsbezeichnungen gerade ausreichend Platz bieten. Die von den Textfeldern ausgehenden Linien überschneiden sich nicht und kennzeichnen präzise die richtige Stelle am Pferdekörper für den Aderlass. Verglichen mit anderen Darstellungen der Zeit, fällt die Klarheit des schematischen Aufbau auf (Abb. 01 und Abb. 02b).

Abb. 03a Klares Text-Bild-Arrangement für den Einblattdruck: Aderlasspferd von Lorenz Dauer. Ulm, Stadtbibliothek, Einblattdruck 934 (Detail)
Abb. 03b Übernahme in den Fließtext: Pferd-Figur an welcher 100 Adern verzeichnet aus Andreas Glorez, Vollständige Hauß- und Land Bibliothek, Band 1, Regensburg, 1701. München, Bayerische Staatsbibliothek, 2 Oecon.54-1, vor S. 35 eingebunden Digitalisat: https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10214498?page=48 Lizenz NoC-NC 1.0

Später wurde Dauers Aderlasspferd im ersten Teil von Andreas Glorez‘ „Vollständiger Hauß- und Land Bibliothek“ wiederverwendet und an das neue Medium angepasst (Abb.03). Die Darstellung des Pferdes und die Anordnung der einhundert Venen sind analog zum Einblattdruck gestaltet, aber die Krankheitsbezeichnung in den Fließtext ausgelagert (vgl. Stork, Lehrschemata, 670f.).

Stallmeister und Pferdeheilkunde

In der sogenannten „Stallmeisterzeit“ von der Mitte des 13. bis zum 18. Jahrhundert oblag die Pferdeheilkunde vor allem den an fürstlichen Marställen und Gestüten angestellten Fachleuten oder den Hufschmieden.4 Paulus Fürsts Einblattdruck verweist dementsprechend auf die Tätigkeit Lorenz Dauers als Hofschmied der Grafen von Ortenburg, um dessen Fachwissen unter Beweis zu stellen. Ausdrücklich richtet sich der Text an Schmiede „wie auch andere die an großen Herrnhöffen und Marställen sein, und die Artzney haben“.

Die Behandlungsmethoden basierten neben der humoralpathologischen Auffassung des Pferdekörpers also auf dem Erfahrungswissen von Fachleuten und ihren Rezeptsammlungen. Dabei wurde zum Beispiel großer Wert auf die Hufpflege gelegt, ebenso kamen Übergüsse und Bäder zum Einsatz, und bei Brüchen und Verstauchungen wurden die Pferde oft ruhig gestellt.5 Im zweisprachigen Werk zu Pferdeheilkunde „Wohlerfahrner Roß-Artzt“ von Georg Simon Winter sind neben dem „Laßeisen“ (oder Fliete, siehe Abb. 04 unter F) „etzliche nothwendige Instrumenten, welche zur Roß-Arzney-Kunst gehören“ abgebildet, die wie das „Maulgatter“ (S) und das Spezialmesser „wann man einem Roß die Zungen abschneiden will“ (K) ahnen lassen, was manche Tiere zu erdulden hatten.

Tafel mit Instrumenten für die Pferdeheilkunde aus Georg Simon Winters "Wohlerfahrn Ross-Arzt
Abb. 04 Instrumente für die Behandlung von Pferden aus Georg Simons Winters “Wohlerfahrner Roß-Artzt”. Coburg, Landesbibliothek, E III 1/39, Digitalisat: https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11943392?page=19 Lizenz NoC-NC 1.0

Pferde-Fachliteratur wurde in der Vormoderne vorwiegend von Amtsträgern an (fürstlichen) Ställen verfasst. Der erwähnte Georg Simon Winter (1629-1701), der neben der Pferdeheilkunde auch zu Reitkunst und Pferdezucht publizierte, war als Bereiter und später als Gestütsmeister in Güterstein, Offenhausen und dem württembergischen Marbach tätig.6 Aber auch die Fürsten selbst brachten sich aktiv in das Management ihrer Ställe ein, eigneten sich pferdekundliches Wissen an und teilten es untereinander. Denn der Hochadel hatte ein spezielles Interesse an Pferden, nicht nur in Sachen Transport und Militär, sondern auch für die fürstliche Repräsentation. Prächtige, den Moden der Zeit entsprechende Kutschpferde und Reittiere sind auf zahllosen barocken Gemälden und Reiterstandbildern dargestellt (Abb.05).

Reiterbildnis Herzog Karl Alexanders von Württemberg aus dem 18. Jahrhundert
Abb. 05 Die Herzöge von Württemberg pflegten im Gestüt Marbach die Pferdezucht: Reiterbildnis Herzog Karl Alexanders von Württemberg, August Querfurt 18. Jh. Public Domain via Wikimedia Commons

Die optische Anforderungen an diese Pferde waren hoch, besonders was Fellfarbe und Kopfform anging. Neben dem edlen Körper zählten gute innere Eigenschaften. Dafür nahmen Fürsten viel Geld in die Hand. Pferdezucht und -haltung waren in der Tat so kostspielig, dass sie dem Hochadel auch dazu dienten, sich gegen rangniedrigere Gruppen sozial abzugrenzen.7 Entsprechend wichtig war auch die Pferdeheilkunde.

Abb. 06 Reges Treiben von Gespannen und Reitern am Marstall des Fürstbischofs von Bamberg.
Detail der Perspektivischen Vogelschau auf Schloss Weißenstein in Pommersfelden, Johann August Corvinius um 1740, Public Domain via Wikimedia Commons (bearb.)

Das bedeutete aber nicht, dass weniger hochrangige Bevölkerungsschichten kein Interesse an Pferden hatten. Auch in den Städten und auf dem Land wollte man wissen, wie die wertvollen Tiere gesund und arbeitsfähig gehalten werden konnten. Um die Mitte des 17. Jahrhunderts waren Pferde zudem knapp, weil während des Dreissigjährigen Kriegs sehr viele Tiere umgekommen waren. Pferdegesundheit spielte also eine große Rolle. Paulus Fürsts Aderlasspferd-Einblattdruck wurde wie sein gesamtes Verlagsprogramm weit über Nürnberg hinaus vertrieben und konnte als erschwingliche Gebrauchsliteratur von jedermann erworben werden.8

Obwohl der Einblattdruck explizit Schmiede adressiert, war er auch für Pferdebesitzer*innen interessant, die gar nicht selbst Hand anlegen wollten. Denn die schematische Darstellung des „Lassrössleins“ vermittelte ein Grundverständnis für den Zusammenhang zwischen richtiger Vene und konkretem Krankheitsbild. Dieses Wissen half dabei, die Kompetenz eines Dienstleisters einzuschätzen, der gegen Bezahlung den Aderlass am kranken Pferd durchführen sollte. Die medizinische Versorgung von Pferden wie Menschen war in der Vormoderne ein Markt, auf dem verschiedene Anbieter miteinander konkurrierten und zahlende Kund*innen darüber entschieden, auf welche Therapien sie vertrauen wollten.

Das Ulmer Exemplar

Wer Lorenz Dauers Aderlasspferd benutzen will, muss den Einblattdruck drehen, um die Krankheiten im Kreis rundherum lesen zu können. Das Ulmer Exemplar zeigt längs- und querverlaufende Falze (Abb. 01), vielleicht hat es ein Schmied eine Zeitlang zweifach auf Hosentaschenformat gefaltet mit sich herumgetragen.

Wahrscheinlicher ist, dass das Blatt in ein kleinformatiges Buch eingeklebt (und später wieder abgelöst) wurde, denn diese Art der Aufbewahrung steigerte die Überlebenschancen von Einblattdrucken erheblich. Dafür spricht auch der an der oberen Blattkante sichtbare Wasserrand; gut vorstellbar, dass das Trägerbuch bei einem Wasserschaden von oben Feuchtigkeit abbekommen hatte. Besitzvermerke oder andere Benutzungsspuren zeigt das Ulmer Exemplar nicht. Daher kann nicht geklärt werden, auf welchem Weg der Einblattdruck in die Stadtbibliothek Ulm kam.9 Sowohl im Historischen Bestand der städtischen Bibliothek, als auch in der Privatbibliothek des Ulmer Patriziers Erhard Schad finden sich neben dem Buch dem Monats nicht nur die bereits erwähnten, reich illustrierten Werke von Georg Simon Winter,10 sondern etwas überraschend zahlreiche andere Schriften zur frühneuzeitlichen Pferdeheilkunde,11 Reitkunst12 und Pferdezucht.13


Literatur

Winter, Georg Simon: Hippiater Expertus … Wolerfahrner Roß-Artzt … Nürnberg: Wolfgang Endter, 1678. VD17 23:270608C  Digitalisat: https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11943392?page=1

Glorez, Andreas: Vollständige Hauß- und Land Bibliothek, Band 1, Regensburg, 1701. VD18 11999276-001 Digitalisat: https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10214498?page=,1

Bayreuther, Magdalena: Breeding Nobility. Raising Horses at Early Modern German Courts, in: Cuneo, Pia F./Stewart, Alison G. (Hg.): Animals and early modern identity, Burlington 2014, 109-129.

Bayreuther, Magdalena: Pferde und Fürsten. Repräsentative Reitkunst und Pferdehaltung an fränkischen Höfen (1600-1800) (Stadt und Region in der Vormoderne 1), Würzburg 2014 .

Breitenbruch, Bernd/Wiegandt, Herbert: Städtische Bibliotheken in Ulm. Ihre Geschichte bis zur Zusammenlegung im Jahre 1968 (Veröffentlichungen der Stadtbibliothek Ulm 19), Weißenhorn 1996 .

Driesch, Angela von den/Peters, Joris: Geschichte der Tiermedizin. 500 Jahre Tierheilkunde, Stuttgart 2003.

Eckhart, Pia: Medial Translations and Material Manifestations. The Fasciculus Medicinae in Physician-Patient Interaction, in: Brockstieger, Sylvia/Schweitzer-Martin, Paul (Hg.): Between Manuscript and Print. Transcultural Perspectives, ca. 1400-1800 (Materiale Textkulturen 40), Berlin/Boston 2023, 43-88. DOI: 10.1515/9783111242699-003

Haikal, Mustafa: Von der Schönheit und den Leiden der Pferde 2020 (Schriften aus der Universitätsbibliothek Leipzig 45), Darmstadt 2020.

Hartnell, Jack: Wound Man. The many lives of a surgical image, Princeton Oxford 2025.

Paas, John Roger: The Changing Landscape of the Competitive Print Trade. The Rise and Fall of Paulus Fürst (1608-1666), in: Kirwan, Richard/Mullins, Sophie (Hg.): Specialist Markets in the Early Modern Book World, Leiden/Boston 2015, 35-63. DOI: 10.1163/9789004290228_004

Stolberg, Michael: Learned Physicians and Everyday Medical Practice in the Renaissance, Berlin/Boston 2021. DOI: 10.1515/9783110733549

Stork, Marlies: Lehrschemata in europäischen Tierheilkundebüchern des 16. bis 18. Jahrhunderts Laßroßlein – Krankheitsnamenpferd – Fehlerpferd, in: Zentralblatt für Veterinärmedizin A 18 (1971), 61-107.

Vanja, Christina: Das Pferd im Kurbad. Heilung für Mensch und Tier. Für Heide Wunder zum 85. Geburtstag, in: Virus. Beiträge zur Sozialgeschichte der Medizin 23 (2024), 53-70. DOI: 10.1553/virus23s53

Der Beitrag und die Abbildungen stehen soweit nicht anders angegeben unter der Lizenz CC BY 4.0

  1. Vgl. den Datensatz des VD17 zu Lorenz Dauer.[]
  2. Vgl. zur Säftelehre Stolberg, Learned Physicians, 32-37 u.189-197. Vgl. zum Aderlass beim Pferd Vanja, Pferd im Kurbad, 65f.; Driesch/Peters, Geschichte der Tiermedizin, bes. 97.[]
  3. Hierzu grundlegend Storck, Lehrschemata; Abbildungen auch bei Haikal, Schönheit, bes. 169-171; Hartnell, Wound Man, 204f. zur Analogie von tier- und humanmenschlichen diagrammatischen Darstellungen.[]
  4. Vgl. Driesch/Peters, Geschichte der Tiermedizin; Vanja, Pferd im Kurbad. Für die Zeit seit der Gründung der ersten Veterinärschulen vgl. Haikal, Schönheit.[]
  5. Vgl. allgemein zu Behandlung und Kur Vanja, Pferd im Kurbad, bes. 66-69.[]
  6. Vgl. zu Winter Bayreuther, Pferde und Fürsten, 309-323; dies. Breeding Nobility, 121f.[]
  7. Bayreuther, Breeding Nobility. Zu fürstlichen Stallanlagen und Gestüten in Franken, u.a. der Anlage in Schloss Weißenburg, Pommersfelden Bayreuther, Pferde und Fürsten.[]
  8. Vgl. zu Fürst Paas, Changing Landscapes, bes. 36-55.[]
  9. Die meisten Einblattdrucke der Stadtbibliothek Ulm gehörten zur Sammlung des Apothekers David Regulus Villinger II., der in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts ca. 800 Einblattdrucke vornehmlich zum Dreissigjährigen Krieg zusammengetragen hat. Villinger versah seine Einblattdrucke mit einem eigenhändigem Besitzvermerk, vgl. Breitenbruch/Wiegandt, Städtische Bibliotheken, 32 u. 35 mit Abb.12. Das Aderlasspferd weist diesen Besitzvermerk nicht auf und gehörte daher wohl nicht zur Villingers Sammlung.[]
  10. Vgl. die Suchabfrage im OPAC der Stadtbibliothek Ulm []
  11. Zur Pferdeheilkunde zum Beispiel Carlo Ruinis „Neuweß Roßbuch“ (1603) und Martin Böhmes „Ein Neu Buch von bewehrten Roß-Artzneyen“ (1682).[]
  12. Zur Reitkunst zum Beispiel Johann Melchior Maders „Equestria“ (1621), Antoine de Plivinels „Reitkunst“  (1629) oder Pierre La Noues „La Cavalerie Françoise Et Italienne“ (1620).[]
  13. Zur Pferdezucht zum Beispiel Marx Fuggers „Von der Gestüterey“ (1584) und Johann Baptist von Sinds „Gründlicher Unterricht von der Pferdezucht“ (1769).[]
Pia Eckhart
Pia Eckhart
Dr. Pia Eckhart leitet den Historischen Bestand der Stadtbibliothek Ulm. Zu ihren Forschungsfeldern gehören Buchgeschichte, Wissensgeschichte und vormoderne Geschichtsschreibung. Den… Weiterlesen

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Pia Eckhart (2. März 2026). Pferde heilen leicht gemacht. Ulm 1516. Abgerufen am 15. Juli 2026 von https://doi.org/10.58079/15sa5